„Besonders deutlich wurde, wie konsequent die Stadt moderne Architektur als Bestandteil ihrer Identität nutzt und wie Umnutzung sowie funktionale Durchmischung zu einer nachhaltigen Quartiersentwicklung beitragen können.“
Als inhaltliche Vorbereitung auf die Bearbeitung der Bachelorthesis im Wintersemester 2025/26 organisierte Prof. Dr. Julian Busch für Studierende des Fachbereichs 1, Architektur, Frankfurt University of Applied Sciences eine Exkursion nach Rotterdam.
Aufgabe der Thesis war die Transformation einer Bestandsstruktur mit Büronutzung mit angrenzender Blumengroßmarkthalle in ein modernes Wohnquartier. Ergänzend sollen für die Markthalle tragfähige Nutzungsszenarien entwickelt werden, die sowohl städtebauliche als auch soziale und funktionale Aspekte berücksichtigen.
Rotterdam bietet hierfür eine geeignete Grundlage, da die Stadt für innovative Strategien der Umnutzung, Nachverdichtung und Transformation ehemaliger Gewerbe- und Hafenareale bekannt ist.
Die Exkursion begann mit einem Besuch der bekannten Kubuswohnungen, die als architektonisches Wahrzeichen Rotterdams gelten. Die Kubushäuser oder auch Würfelhäuser genannt wurden Bäumen nachempfunden und in den 1980er Jahren vom Architekten Piet Blom errichtet. Sie faszinieren die Besucher noch heute.
Besichtigt wurden ebenfalls das Nieuwe Instituut, das nationales Zentrum für Architektur, Design und digitale Kultur sowie das Depot Boijmans Van Beuningen, das durch seine spektakuläre, öffentlich zugängliche und „verspiegelte“ Depotarchitektur einen innovativen Umgang mit Museums- und Stadtraum zeigt.
Insgesamt bot die Exkursion vielfältige Einblicke in Rotterdams Architektur und Stadtentwicklung.
Besonders deutlich wurde, wie Umnutzung sowie funktionale Durchmischung zu einer nachhaltigen Quartiersentwicklung führen kann. Die gewonnenen Eindrücke stellen für die Studenten eine wertvolle Grundlage bei der Vermittlung von architektonischen Transformationsmöglickeiten dar und wurden sehr interessiert aufgenommen.
Fotos & Textvorlage © Prof. Dr.-Ing. Julian Busch, Stiftung HERR