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Von Studierenden für Studierende

62 Entwürfe wurden von Studierenden eingereicht.


Architektur ist im Idealfall immer direkte Auseinandersetzung mit dem Menschen.

Richard Meier

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs unter dem Motto „Von Studierenden für Studierende“ zu dem die Stiftung HERR aufgerufen hatte, haben rund 80 Studierende des Fachbereichs 1, Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik im Wintersemester 2018 Vorschläge zur Modernisierung des Gebäudes 9 erarbeitet. 
Die besten Entwürfe wurden von einer unabhängigen Jury prämiert. Die Preisverleihung fand am 05. Juni 2019 in Gegenwart des Präsidenten, der Presse und vielen Ehrengästen statt. Vier Preise mit je 1.000€ pro Entwurf sowie acht Anerkennungspreise mit starkem Potenzial wurden vergeben.

Wir danken der Stiftung HERR als privatem Förderer außerordentlich für die großzügige Unterstützung, die es uns erlaubt, unsere Schauseite zum Nibelungenplatz das Gesicht der Hochschule zur Stadt – nachhaltig aufzuwerten.

Dr. Frank E.P. Dievernich

Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Hochschule: „Die Bereitschaft der Stiftung HERR, unseren Studierenden und Lehrenden die dringend erforderliche Modernisierung des Gebäudes 9 zu ermöglichen, füllt eine Lücke und kann nicht hoch genug bewertet werden; wir würden uns sehr freuen, wenn dieses beispielhafte Engagement weitere Spender anregen würde, Projekte der Stiftung HERR für Studium, Lehre und Forschung zu fördern, zumal wir als Hochschule wie kaum eine andere das Motto Chancen durch Bildung leben.“ (Dr. Frank E.P. Dievernich)

Vojislav Pantelic (Mitglied des Beirats der Stiftung HERR): „Am Anfang entstand sofort die Idee, einen Wettbewerb für die Modernisierung des Gebäudes 9 durchzuführen, unter dem Motto „von Studierenden für Studierende“ mit der Auslobung von Preisen. Über allem stand letztlich das Ziel, den Wünschen und Bedürfnissen der Studierenden nachzukommen, die in diesem Gebäude tagtäglich gemeinsam Ihren Studien nachgehen.“

„Die große Teilnahme am Wettbewerb von Studierenden aus unterschiedlichen Fachbereichen, erfreute mich sehr. Sie zeigte mir, dass der Wettbewerb auf starkes Interesse bei den Studierenden stieß, die kreativ und eigeninitiativ an der Veränderung dieses historischen und erhaltenswerten Gebäudes mitwirken wollten.“

Zum Abschluss bedankten sich die Stifterin Sigrid Herr und ihr Ehemann Vojislav Pantelic bei den Teilnehmenden und Beteiligten mit den Worten: „Wir freuen uns, wenn wir uns bald wiedersehen, um die Umsetzung der ersten Maßnahmen am Gebäude 9 zu planen.“

Im Modul Entwerfen/Stegreifentwurf wird versucht, die Attraktivität des Gebäudes 9 durch die Integration eines Cafés im Erdgeschoss zu erhöhen. Der Stegreifentwurf zielt auf eine kurzzeitige Bearbeitung einer Konzeptskizze ab: Es geht um eine gute Idee, die innerhalb von einer Woche abschließend visualisiert werden muss.

Insgesamt wurden Mitte November 2018 insgesamt 62 Beiträge mit unterschiedlichsten Konzepten eingereicht. Die Schwierigkeit bestand nicht nur darin, das Café möglichst adressbildend, weithin sichtbar und gut erreichbar zu platzieren, sondern auch die funktionalen Zusammenhänge der angrenzenden Lehrräume zu lösen. Nicht zuletzt sollte auch ein innenräumlich attraktives Café ausgestattet werden, das den Anforderungen der Studierenden gerecht wird und für externe Besuchende einladend wirkt.

Am Ende wurden die eingereichten Beiträge von Karoline Wojnar, Sandra Molnar und Christian Hartmann für die Teilnahme am Studierendenwettbewerb ausgewählt. Jeder der Beiträge steht für einen individuellen Lösungsansatz.


Es geht um eine gute Idee, die innerhalb von einer Woche abschließend visualisiert werden muss.


„Under the umbrella“

Der Entwurf „Under the umbrella“ von Lysette Morweiser und Sebastian Kiel thematisiert lange Pylone, die den Hof nicht nur gliedern, sondern am oberen Ende schirmartige Konstruktionselemente aufnehmen, die das Dach frei überspannen. Beide haben sich am Anfang des Studiums kennengelernt. Sie entwerfen oft zusammen und sind mittlerweile ein eingespieltes Team.

Entwurfskonzept 180°

Das Entwurfskonzept 180° schlägt eine leichte, halbtransparente Konstruktion vor, die den Zwischenraum zwischen Gebäude 1 und 9 dynamisch mit einer Membran überspannt. Die Bäume im Hof werden dabei integriert und zu einem formbestimmenden Ansatz für das Dach genutzt. Am Ende soll durch die Neuzonierung des Hofes und die aufstrebende Konstruktion ein Raumeindruck entstehen, der zum Verweilen einlädt. Die Gruppe besteht aus Saskia Schrecke, Samantha Martinek und Philip Dzewas.

Foto: Beiratsmitglied Vojislav Pantelic (r.) und die Stifterin Sigrid Herr, Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich (3.v.r.), Präsident der Frankfurt UAS, Projektleiter Prof. Jean Heemskerk (Ii.) sowie die mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichneten Studierenden des Wettbewerbs.

Gebäude 9 als Zugangstor zum Campus

Das Modul „Entwerfen 5″ ist eine internationale Gruppe, in der neben den Bachelorstudierenden aus Frankfurt auch einige Studierende aus dem Erasmus-Programm teilnehmen.

Betreut wird die Gruppe von Gastprofessor Pedro Belo Ravara vom BAIXA Atelier in Lissabon, Portugal.

Der Fokus unserer Arbeit liegt primär beim Erhalt, Aufstockung und Neubau des Gebäudes.

Aufgrund der Lage am Nibelungenplatz könnte das Gebäude 9 als ikonographisches Gebäude auf dem Campus die Bedeutung eines neuen Zugangstors zum Campus annehmen. In ein bestehendes Gebäude einzugreifen bedeutet, seine städtische Präsenz zu überdenken und zu verstärken. Die Umgestaltung bedeutet, die Art zu überdenken, wie dieses Gebäude sowohl den Boden als auch den Himmel berührt.


Unsere Aufgabenstellung lautet, einen ganzheitlichen Entwurf zu Gebäude 9 zu erarbeiten, der die Bereiche Städtebau, Hochbau, Konstruktion und Innenausbau einschließt.

Filigrane Tragwerke im Außenbereich von Gebäude 9

Modul „Konstruieren 5“ hat das Thema Konstruieren mit Stahl. Das Konstruieren mit Stahl ermöglicht filigrane Tragwerke. Daher konzentriert sich der Beitrag dieses Moduls zum Studierendenwettbewerb auf den Außenbereich von Gebäude 9 mit dem Ziel, diesen aufzuwerten.

„Wir planen eine Hofüberdachung zwischen Gebäude 1 und 9 und eine Brücke im 3. Obergeschoss des Gebäudes 9. Dadurch soll die Nutzung der beiden Gebäude in den oberen Geschossen erleichtert werden. Das Dach sollte den Hof ganz oder in Teilen überdecken und eine möglichst hohe Transparenz aufweisen, damit die darunterlegenden Räume nicht zu sehr an Belichtung verlieren. Die Bäume im Hof sollen erhalten bleiben. Die Brücke sollte an das Treppenhaus von Gebäude 9 anbinden und einen in sich abgeschlossenen thermischen Bereich darstellen.“

Neuigkeiten aus dem Modul „Entwerfen 5“

Das Modul „Entwerfen 5“ hatte kürzlich seinen zweiten Pin-Up. Die Entwürfe nehmen langsam Gestalt an und nähern sich dem Endergebnis.

Studentin Süreva Ünals Entwurf schafft ein Innenleben für Gebäude 9, das über einen reinen Flur hinausgeht, der nach rechts und links einzelne Räumen erschließt (Foto 1).

Studentin Rumeysa Demirezen sieht in ihrem Entwurf eine Art Glasbrücke vor, die zwei Kuben miteinander verbinden soll; der mittlere Teil soll komplett aus Glas konstruiert sein (Foto 2).

Der Entwurf der Studentin Mariam legt Wert auf verschiedene Gebäudekörper, die sich in Größe, Form und Fassade voneinander differenzieren. Dabei entstehen Gegensätze, beispielsweise im 3. Obergeschoss einmal eine runde Form, einmal eine quadratische, und im 4. Obergeschoss beides umgekehrt (Fotos 3 und 4).

Ähnliche Entwürfe liegen von Francesca Bläß und Nisar Assaf vor. Beide orientierten sich dabei insbesondere an der Form des gegenüberliegenden Gebäudes 1 der Frankfurt UAS. Die Aufstockungen entstehen somit durch Parallelen zum Gebäude 1.

Ein Café für Gebäude 9

Die Aufgabenstellung im Modul Entwerfen – Stegreifentwurf versucht die Attraktivität des Gebäudes 9 durch die Integration eines Cafés im Erdgeschoss zu erhöhen. Der Stegreifentwurf zielt auf die kurzzeitige Bearbeitung einer Konzeptskizze ab: Es geht um eine gute Idee, die innerhalb von einer Woche abschließend visualisiert werden muss. Insgesamt wurden Mitte November 62 Beiträge eingereicht, mit unterschiedlichsten Konzepten. Die Schwierigkeit bestand nicht nur darin, das Café möglichst adressbildend, weithin sichtbar und gut erreichbar zu platzieren, sondern auch die funktionalen Zusammenhänge der angrenzenden Lehrräume zu lösen. Nicht zuletzt sollte auch ein innenräumlich attraktives Café ausgestattet werden, das den Anforderungen der Studierenden gerecht wird und für externe Besuchende einladend wirkt.
Am Ende wurden die eingereichten Beiträge von Karoline Wojnar, Sandra Molnar und Christian Hartmann für die Teilnahme am Studierendenwettbewerb ausgewählt. Jeder der Beiträge steht für einen individuellen Lösungsansatz.

Bildquellen: Frankfurt UAS/Benedikt Bieber